„Ich weiß genau, dass Sie für Ihre Gotteslästerungen einmal in die Hölle müssen, aber ich schreibe Ihre Manuskripte immer wieder gern ab. Na und, komme ich eben auch in die Hölle!“   Christa von R., Sekretärin

 

„Zuerst hielt ich Ihre Geschichten für frauenfeindlich. Ich habe mich geirrt. Die Texte sind nicht frauenfeindlich, sie sind zutiefst lebensfeindlich.“   Gunther R., Autor

 

„Die wohlgefälligen Fehlinterpretationen Ihrer Texte durch Ihre Anhänger umwimmeln Sie, wie Fliegen einen Abort…“   Kerstin B., Leserin

 

„Ohne jeden Zweifel sind Sie eine sehr selten vorkommende Begabung und verstehen Ihr Handwerk vorzüglich. Doch wie bei allen solchen Talenten, in allen Zeiten: Markttauglich sind Sie nur äußerst bedingt.“                        Dr. Otto B., ehem. Cheflektor Fischer Verlag

 

„Seelisch eine Mondlandschaft. Schreiben Sie doch Tagebuch!“   Franziska G., Lektorin, Berliner Verlag

 

„Sie werden sehen: Wenn Sie erst eine Weile tot sind, werden Sie schwer berühmt…“                                     Katharina A., Angestellte, Deutsche Bank

 

„Seine Erzählungen sind irgendwie total ich weiß nicht. Sozusagen irgendwie dermaßen voll süß! Wie die Krähe zum Beispiel aus Versehen in den Hundehaufen pickt, wie er das voll krass geil beschrieben hat…“                     Elma C., auf einer Lesung

 

„Junger Mann, Ihre Geschichte hat mich wie Sie sehen zu Tränen gerührt. Aber wie Sie dieses Dachbodenfenster beschrieben haben, unter dem die Yelly dann stirbt - also so ja nun nicht! Mein Mann ist Architekt, der würde Ihnen ganz schnell beweisen…“   Margarethe M., auf einer Lesung

 

„Ein Dichter. Ein echter. Einer, den man umtopfen muss. Merkt das denn keiner, dass der dringend einen größeren Topf braucht?!“   Carmen Maja A., Schauspielerin

 

„Für das, was Sie da schreiben, mein Lieber, werden Sie fünf Flugstunden von hier ohne Verhandlung gesteinigt.“   Carl C., Dramaturg, Berlin

 

„Ich habe vorher nie geahnt, dass man die Liebe auch auf, wie soll ich das nur sagen, auch auf - diese Art beschreiben kann…“   Britta F., auf einer Lesung

 

„Sie garstiger Kobold. Das war ein Kompliment.“   Rainer H., auf einer Lesung

 

„Er ist der Turbo-Nietzsche unter den großen Terminatoren der zeitgenössischen Literatur.“   Florian V., Autor

 

„Was? Nichts zu essen? Verstehe ich bei Ihnen nicht, Sie bräuchte doch bloß mal einer ein bisschen bekannt zu machen…“   Daniel D., ehem. Berliner Senator

 

„Ei, was haben wir denn da? Literatühr? Das liest sich tatsächlich beinahe wie echte Literatühr. Schicken Sie mehr davon!“   Alexander H., Lektor

 

„Mir gefallen fast alle seine Geschichten. Außer die, wo ich mit einem Holzbein und einem Glasauge im sechzehnten Jahrhundert… Damit meinst Du doch mich, oder?“   Sven B., Pilot, Lufthansa

 

„Kannste nich sowat ooch mal über mich schreiben? Ick meine, ohne Namen und so. Würd ick locker een viertel Pfund Koks für rüberwachsen lassen!“  Jan S., Dieb

 

„Ich wollte erst schreiben: Sie erinnern mich intensiv an Remarque. Aber ich weiß nicht wirklich genau, wie man Remarque schreibt. Also schreibe ich: Im Westen was Neues.“   Karsten E., Leserbrief

 

„Wissen Sie, dass Sie glücklich machen können, junger Herr?“   Ältere Dame, auf einer Lesung

 

„Gestern Nachmittag hat er mal kurz Döblin gerettet…“   Aus einer taz-Kolumne

 

„So! Jetzt habe ich Sie endlich! Sie Antisemit!“   Mann, auf einer Lesung

 

„Immer dasselbe: Die Frauen werden denunziert, und der Ich- Erzähler kommt als Held davon…“                         Birgit K., Psychologin

 

„Erwartet habe ich den üblichen Wackelpudding. Und bekommen habe ich feste, geistige Speise! (rülpst) Danke dafür.“   Mann, auf einer Lesung

 

„Wenn die Leute mich nach Ihnen fragen, sage ich jetzt immer bloß: Ein Genie. Da muss ich weniger erklären, und meine Überzeugung ist es außerdem.“   Jörg S., Kunstmäzen

 

 

 

 

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