Sinnlos heilig - heillos sinnlich - Audios ...

»Das meiste Tun der Menschen zielt hauptsächlich darauf ab, der Geisteskrankheit und der Heimatlosigkeit zu entfliehen.«

 

Erich Fromm

Viele Geschichten, die das Leben schreibt, aufgezeichnet von einem Leben, das Geschichten schreibt. Sanatanas, Autor des kürzlich im Herder Verlag erschienenen Buches »OBDACHLOS - Porträts vom Leben auf der Straße«, hat während seiner eigenen, über ein Jahrzehnt währenden, Obdachlosigkeit unter den unglaublichsten Umständen mehr als fünfhundert Geschichten und Erzählungen geschrieben, aus denen hier eine umfangreiche Auswahl vorgestellt wird.

 

»Manchmal geschah monatelang nichts, das mir auch nur einen einzigen Buchstaben wert gewesen wäre; dann wieder atmeten die kleinsten Ereignisse so rasend schnell solche Mengen intensiver Geschichten, dass das Mittel der Literatur viel zu langsam war, um nur einen Bruchteil des Erlebten zu erfassen. So entwickelte ich schließlich eine Art Stichpunkt- Stenografie, und es entstanden über die Jahre Unmengen von - jedem Außenstehenden völlig unverständlichen - Notizen. Auf den Rückseiten von Schokoladentafeln und Kaffeerechnungen, auf den Seitenrändern alter Zeitungen und Bücher, in Schul- und Notizheften. Einige der Geschichten ergaben sich erst nach Jahren aus diesen Notizen, aus vier, fünf einzelnen, dahingekritzelten, längst alt gewordenen Wörtern. Und manchmal wiederum stellte sich eine ganze Erzählung sofort zur Verfügung, und ich schrieb sie ohne Unterbrechung und fast ohne spätere Überarbeitung nieder ...«

 

Bei aller Vielfalt von Sujet und Stil der Texte zeigen sich in allen Geschichten von Sanatanas zwei große Gemeinsamkeiten: Der hartnäckige Widerstand des Autors gegen den oft so unüberwindlich anmutenden, stur linearen Ablauf unserer Lebensgeschehnisse, und der in jeder Erzählung neu unternommene Versuch, sich selbst von völlig unerträglicher Realität nicht in Zorn, Selbstsabotage und Aufgeben erniedrigen zu lassen.

 

Die vorliegende Textauswahl folgt daher auch nicht einer »Chronologie ihres Entstehens«. Sanatanas' immer wieder neu eroberte Entdeckung purer Authentizität im gesellschaftlichen und ökonomischen Gescheitertsein bietet außergewöhnliche Blickwinkel auf Alltägliches, so bittere wie unterhaltsame Pointen und manchmal überraschend einfache Lösungen für scheinbar so komplizierte Probleme. Seine »Sprache des Draußen« kommt in diesen Erzählungen nirgendwo als Mahnung, Klage oder Forderung vor die Augen des Lesers, sondern als das oft geradezu elegante Unternehmen, zwei Welten einander zu vermitteln, die sich meistens voreinander fürchten.

 

»Haben das nicht die alten Alchemisten so versucht - Wertvolles im Weggeworfenen zu entdecken, Gold im Dreck, das Unbezahlbare in dem, was uns allen so umsonst und so selbstverständlich daherkommt? Ich glaube, so ähnlich war meine Intention beim Schreiben in diesen Jahren, und ich wünschte mir das aufgehoben werden ja auch für mich selbst …«

                                                                                                                                                                                                                                                         Timothy Pylvas, 2017

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