HARE  KRSNA

FÜR  DIE  STAATSSICHERHEIT

Der Roman »OSTGOTT« verfolgt aus der Sicht seines charakterlich äußerst ambivalenten Protagonisten Gordon Mura die Schicksale von fünfzehn Menschen ab 1980, Ostberlin, bis in die Gegenwart. Die geschilderten Geschehnisse lehnen sich eng an tatsächliche Ereignisse an.

 

Im »Orwell- Jahr« 1984 steht das in der DDR allgewaltige Ministerium für Staatssicherheit unvermittelt vor einem merkwürdigen Problem: Eine rasch immer größer werdende Gruppe Jugendlicher in einem kleinen, alten Haus am Rand von Berlin beginnt, statt ihre Begehrlichkeiten weiter auf den nahen Westen zu richten, sich für den fernen Osten zu interessieren. Sie praktizieren auf eine äußerst unkonventionelle Weise „Krsna- Bewusstsein“ und entsetzen die Hüter des „real existierenden Sozialismus“ durch viel weitere Visionen als jene der von ihnen so brutal und hölzern propagierten Aussicht auf eine Zukunft im Kommunismus. Das Überwachungsorgan eines spirituell völlig ausgedörrten Staates setzt diesen jungen Leuten mit Gordon Mura als Spion eine lebende Wanze ins Nest. Der von der Staatssicherheit erpresste junge Mann, welcher die seltsame Gruppe widerwillig bespitzelt, erlebt eine grotesk unglaubliche Zeit. Auch nach dem Ende der DDR und ihrer Stasi schreibt er weiter seine Berichte und Protokolle - die über einen einst dafür vorgesehenen, toten Briefkasten seltsamerweise auch immer noch von irgendwoher bezahlt werden. Nach sehr langer Zeit erst entschließt sich Gordon Mura, endlich herauszufinden, wie das zusammenhängt, und er erlebt eine Überraschung, die ihn mehr als drei vergangene Jahrzehnte seines Lebens plötzlich in gänzlich anderem Licht erscheinen lässt ...

 

Durch die gesamte Handlung ziehen sich Versuche zu Lösungsansätzen betreffend Fragen, wie man im Alltagsleben mit unerträglichen Positionen zwischen großen Gegensätzen umgehen kann. (Erfolgreiche Einhaltung von Prinzipien vs. Vergeblichkeit aller Bemühungen, erfahrungsorientiertes Leben vs. Vertrauen in das Unwägbare …).

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